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Messestände für zufriedene Kunden

 

Hat Messebau etwas mit Verführung zu tun?

Kunden suchen neue Dialoge auf Messen, dies ist einer der wichtigen Tendenzen, die die Gestaltungsmuster von Messeständen wesentlich beeinflussen.

                                                                                       

Zum richtigen Auftritt gehört ebenso ein dramaturgisches Standkonzept:


als Entrée, das Branding, das "high-light" des Standes, bis hin zu den Versorgungsräumen muss alles positioniert und vor allem inszeniert sein.







Messebau vor 2000


Was heisst bewährt?



Standbaukonzepte sind im mittleren Preissegment wesentlich von praktischen An- forderungen geprägt:


Laufwegen, Raumgrößen, Präsentationsflächen sowie natürlich den Exponaten.


Die verwendeten Standbauteile wie z. B. Stützen und Zargen bleiben bei der Ge- staltung unbedacht:


system as system can be - weil es schon immer schon so war.




Messebau vor 2010


Was heisst mittelmäßig?



Wettbewerber, die sich gegenseitig beobachten und Nachahmen machen Schule:


die Standbauten wurden immer ähnlicher. Der einzige Unterschied bleibt am Ende der Preis und dieser sinkt für alle nach unten.


War das, was alle gemeinsam versäumten bis zu diesem Punkt entschuldbar, weil es alle taten, wird spätestens zu diesem Zeitpunkt die eigene Achilles Ferse deutlich, wenn Wettbewerber mit besseren Konzepten fremde Kunden umwerben.




Messebau heute


Was wird anders?



Die Chance dieser Misere lautet:


den Trend zu bestimmen und aus starren Strukturen auszubrechen. Nur wer eine Zukunftsvision hat und diese nach aussen darstellt, wird seine Kunden halten.


Bis Ende 2010 haben Aussteller das Design ihres Messestandes sehr behutsam verändert. Heute erwartet der Standbesucher regelrecht neue Akzente, neue Trends in der Umsetzung und veränderte Erscheinungsbilder.




"Alle wissen, dass wir so nicht weitermachen können wie bisher - nicht wirtschaftlich, nicht auf dem Technologiesektor und schon garnicht dort, wo es um Aussagewerte geht." lautet die Botschaft.




Trendscouts sagen voraus:



"Messestand-Gestaltern, die glauben, dass diese Entwicklung nur andere betrifft, wird man es 2009 noch als Ausrutscher durchgehen lassen. 2010 erfahren wir eine wesentliche Veränderung. Wer am Standdesign spart, wird ca. 30-40 % seiner Kunden verlieren. Das gilt für Aussteller wie für Messebauer gleicher- maßen."




Der Hintergrund ist einleuchtend:


das Sparverhalten führt auf einen durch Wettbewerb gekennzeichneten Markt zum härterem Konkurrenzkampf unter den Anbietenden. Anfangs dreht sich dabei die Preisspirale nach unten, d.h. Messestände werden preiswerter, aber auch vergleichbarer und schließlich unattraktiver.


"In dieser Phase befinden wir uns jetzt.", so die Prognose, d.h. Aussteller die bisher mit sogenannten Individualbauten auf Messen Flagge zeigten, gingen dazu über, sich zumindest an preiswerteren Systemkonzepten zu orientieren oder sogar auf die Messeteilnahme zu verzichten.


Demonstrationsverhalten nennt das die Kommunikationsforschung. Genau in dieser Situation tritt das Design wieder auf den Plan. Der Trend zur preiswerten Einförmigkeit fordert den Wettbewerb in Form von guter Gestaltung geradezu heraus, denn gutes Design ist nicht zwangsläufig eine Geldfrage.




Im Gegenteil:


Systembauteile können aufgrund ihrer vielseitigen Anwendbarkeit unauffällig zu Baugruppen verschmelzen, ohne einzeln in den Vordergrund zu treten.


Diese Strategie macht einen namhaften schwedischen Möbelhersteller so erfolgreich - die Mischung aus Systemkomponenten, zeitgemäßer Gestaltung und zu der Bereitschaft, neue Wege zu gehen.